Fragen & Antworten zum Thema Mietkoch / Leihkoch

Durch unser weites Tätigkeitsfeld, ist eine Scheinselbstständikeit nach unseren Erfahrungen nicht gegeben. Der Bereich Mietkoch ist nur ein Teil unseres Unternehmens und daher, bei Beachtung der klaren Abgrenzung zwischen Mitarbeiter/ Leihpersonal und dem eigenständigen Unternehmer, dem Mietkoch, nicht bedenklich.


Unser Unternehmen verfügt über Mitarbeiter/innen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen, bei der Einhaltung unserer AGB ist die Buchung eines Mietkochs über die Mietkoch - Hotline völlig unbedenklich.

Ab 01.04.2016 bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit auf ein Team von Mietköchen zurückzugreifen, die Ihre Gäste eigenständig bekochen.

Unser Gastronomiefachhandel nimmt bei weitem mehr Zeit in Anspruch.

www.gastronomiekauf.de

Wir treffen alle Maßnahmen, um nach bestem Wissen und Gewissen als nicht versicherungspflichtige Unternehmer unsere Dienstleistung beim Kunden erbringen zu können.

So lassen wir unsere Dienst- und Werkverträge regelmäßig, im Vorfeld, von der Clearingstelle der deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin auf ihre tendenzielle Einstufung prüfen. Dabei werden selbstverständlich keine Kundendaten angegeben.

Wir legen aus gutem Grund größten Wert auf die Trennung zwischen uns als Mietköchen und Zeitarbeitern als Leihköchen da es hier wichtige und klar zu beachtende Unterschiede gibt. Daher führen wir keinen Auftrag durch, bevor unsere AGB schriftlich anerkannt wurden.


 

Was ist ein Mietkoch ?

Ein Mietkoch ist ein Koch, der seine Fachkompetenz als eigenständiger Unternehmer auf dem freien Markt anbietet. 
Er hat alle Rechten und Pflichten eines Unternehmers, kann seine Preise frei gestalten, und hat die Möglichkeit, sich sein Tätigkeitsfeld selbst zu wählen.

Seine Dienstleistung besteht in einer fachlichen Kooperation mit dem Auftraggeber, hierbei besteht von keiner der Seiten eine Weisungsbefugnis noch eine Weisungsgebundenheit.
Einsatzzeiten sind frei von den gegebenenfalls vorhandenen betrieblichen Regelungen, zwischen den Parteien, auszuhandeln.                                              
Der Mietkoch trifft seine Entscheidungen als Unternehmer selbstverständlich frei von den Bedingungen, die ein Auftraggeber seinen Mitarbeiten oder einem Zeitarbeiter vorschreiben kann. So kann es sein, das er auch während eines laufenden Auftrags unternehmerische Handlungen vornimmt.


Mindestlohn und Mietköche ?

Ein Mietkoch ist ein eigenständiger Unternehmer und erhält daher keine Lohn- oder Gehaltzahlungen vom Auftraggeber. Sein Unternehmen erwirtschaftet einen Gewinn oder auch nicht. Für den Kunden bleibt sich das gleich.

Wie viel kostet mich ein Mietkoch ? 

Die Kosten für einen Mietkoch können je nach der Planung des Auftrages variieren, liegen jedoch im Wesentlichen eher unter den Kosten für einen Zeitarbeiter. Die Kosten im Vergleich zu einem angestellten Koch liegen sicher auf den ersten Blick etwas höher, allerdings sind die von uns vermittelten Mietköche eigentlich zur Unterstützung und Entlastung der Küchencrew im Einsatz, nicht um diese zu ersetzten.
In Kombination mit Auftragsspitzen und einer effizienten Arbeitsplanung sind Kosten und Nutzen von Mietköchen, auch für kleine Betriebe gut zu vereinbaren.




Welche Risiken sind mit dem Einsatz von Mietköchen verbunden?

Rechtliche Konsequenzen sind bei einer korrekten Abwicklung der Geschäfte zwischen den Parteien nicht zu befürchten.
Diejenigen unserer Kunden, welche von den Sozialversicherern dahingehend geprüft wurden, sind in keiner Weise beanstandet worden.
Wichtig hierbei ist vor allem, die eindeutige Umsetzung der im Vorfeld des Auftrages abgesprochenen Vereinbarungen zwischen zwei eigenständigen Unternehmen und gegebenenfalls deren Mittler auch in der Praxis.





Dokumentationspflicht und Mietköche ?

ein Selbstständiger benötigt zum Nachweis gegenüber dem Kunden bei der Rechnungsstellung in der Regel eine Bescheinigung über die geleisteten Stunden ähnlich einem Lieferschein. Führt der Mietkoch einen solchen nicht ist das sein Risiko.


Mietköche und das Gesetz zur Regelung der Arbeitszeit ?

Mietköche sind, wie eben auch ihre Kunden, Unternehmer nicht abhängig beschäftigt und frei in der Einteilung ihrer Zeit.

Eine zeitliche Begrenzung ist grundsätzlich nicht vorgesehen.

Natürlich sollte der Mietkoch auch selber auf seine Gesundheit achten.

Bei den Selbstständigen bildet die Gruppe der Kraftfahrer eine Ausnahme, diese dürfen in besonderen Fällen die wöchentliche Arbeitszeit auf maximal 60 Stunden ausdehen und müssen auch als Unternehmer diese innerhalb von 4 Monaten wieder ausgleichen.


Mietköche auch mit eigenen Mitarbeitern buchbar ?

Hierbei bringt der Mietkoch als Unternehmer seine eigenen Mitarbeiter mit und erfüllt mit Ihnen gemeinsam den Auftrag. Diese Art des Einsatzes externer Kräfte unterliegt nicht dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz.

Was ist ein Leihkoch?

Ein Leihkoch ist ein angestellter Koch, der von seinem  Arbeitgeber an andere Betriebe verliehen  wird.
Er ist im Entleihenden Betrieb an Dienstzeiten und Weisungen gebunden.
Sein Gehalt ist festgelegt, seine Arbeitseinsätze werden vom Arbeitgeber vorgeschrieben   und die Möglichkeit Einsätze abzulehnen ist im Regelfalle keine Option. Leihköche   arbeiten für Zeitarbeitsfirmen oder Personaldienstleister.
Ein Leihkoch hat alle Rechte und Pflichten eines   versicherungspflichtig Beschäftigten.



Leiharbeiter und Mindestlohn

Solange sich der Verleiher an die gesetzlichen Vorgaben hält besteht hier kein Grund zur Besorgnis.  Allerdings haftet der Entleiher gegebenenfalls für nicht gezahlten Mindestlohn. Der Kunde ist nachweispflichtig, das die Leiharbeiter entsprechend dem Mindestlohngesetz entlohnt werden, dazu muss er von der Verleihfirma einen Nachweis / eine Erklärung einfordern, in welcher der Verleiher dem Kunden verbindlich zusichert seine Mitarbeitern entsprechend dem Mindestlohngesetz zu entlohnen. Auch mit einer solchen Erklärung ist der Kunde allerdings immer noch in der Haftung falls die Verleihfirma die geltenden Gesetzte nicht einhält. das Risiko trägt allein der Betrieb welcher sich Leiharbeiter ausleiht.

Wie im folgenden Text haftet der Kunde gegenüber dem Leiharbeiter und den Sozialversicherungsträgern, sowie dem Finanzamt.



Welche Risiken sind mit dem Einsatz von Leihköchen verbunden?

Solange sich der Verleiher an die gesetzlichen Vorgaben hält besteht hier kein Grund zur Besorgnis. Allerdings haftet der Entleiher gegebenenfalls für Schäden, die dem Leiharbeiter aus ungültigen Tarifabschlüssen entstehen oder falls der Verleiher nicht zahlungsfähig ist. 

Der Kunde (Entleiher) ist auch für Nachzahlungen von Renten und Sozialversicherungsbeiträgen an die Sozialversicherungsträger in der Haftung, die diesen bei nicht angemessener Entlohnung der Leiharbeiter durch die Zeitarbeitsfirma entgangen sind.  

Im Falle der Zahlungsunfähigkeit einer Zeitarbeitsfirma haftet in der Regl der Entleiher, also der Kunde  für alle noch zu leistenden Lohnzahlungen und die geschuldeteten  Arbeitgeberanteile, auch wenn die Dienstleistung schon bei der Zeitarbeitsfirma bezahlt wurde.


Leiharbeiter und die Dokumentationspflicht

Der Betrieb, in welchem ein Leiharbeiter im Einsatz ist, hat auch die Pflicht die Einsatzzeiten zu dokumentieren. Datum, Arbeitsbeginn, Arbeitsende, ggf. Pausen, Stundenzahl, 5 Zeilen pro Arbeiter und Tag Also keine große Sache, die Stundennachweise der Zeitarbeitsfirmen sind meist schon entsprechend aufgebaut.Diese zu führen ist allerdinges unumgänglich, da die Leiharbeiter auf diese Weise abgerechnet werden.   

Leiharbeiter und das Arbeitszeitgesetz

Leiharbeiter müssen sich nach dem Arbeitszeitgesetz richten, Arbeitszeit im Sinne dieses Gesetzes ist die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeitohne die Ruhepausen. Im Einzelfall sind vertragliche Änderungen möglich. Nach der Grundregelung in §3 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Für Nachtarbeitnehmer muss der Ausgleich auf durchschnittlich acht Stunden innerhalb eines Monats hergestellt werden.Das Arbeitszeitgesetz gilt natürlich auch in der Gastronomie. Verstöße gegen dieses Gesetz im Rahmen einer Ordnungswiedrigkeit z.B. ein fehlender Aushang dieses Gesetztes können mit Bußgeldern geahndet werden. Wiiderholte Verstöße z.B. die Zeiten nicht auszugleichen oder einzuhalten, können den Tatbestand einer minderschweren Straftat erfüllen.

Schwierig hierbei ist das der Auftraggeber sich eigentlich nur halbwegs absichern kann, wenn er sich die Arbeitszeiten des Zeitarbeiters schriftlich für den in Frage kommenden Zeitraum und im Vorfeld zur Einsicht kommen lässt.


Gesetz zur Regelung der Arbeitszeit
Die aktuelle Fassung des Arbeitszeitgesetztes, welches nach Einführung des Mindestlohns im Zuge der Kontrollen nun auch in der Gastronomie Anwendung findet. Es war natürlich sch immer für die Branche gültig, aber die flächendeckende Umsetzung erfolgt erst seit 01.2015
a120-arbeitszeitgesetz.pdf (211.48KB)
Gesetz zur Regelung der Arbeitszeit
Die aktuelle Fassung des Arbeitszeitgesetztes, welches nach Einführung des Mindestlohns im Zuge der Kontrollen nun auch in der Gastronomie Anwendung findet. Es war natürlich sch immer für die Branche gültig, aber die flächendeckende Umsetzung erfolgt erst seit 01.2015
a120-arbeitszeitgesetz.pdf (211.48KB)